PR Trends 2023

5 PR-TRENDS, die 2023 für uns bereithält

Das Jahr 2022 neigt sich seinem Ende zu und langsam aber sicher werden Pläne geschmiedet, Strategien entwickelt und Budgets geschnürt, um in ein erfolgreiches Jahr 2023 zu starten. Ein analytischer Blick in die Glaskugel – den Computerscreen vor uns – lässt uns bereits heute erahnen, auf welche Säulen sich die PR von morgen stützen wird. Damit Ihre Pressearbeit bestens für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet ist, stellen wir Ihnen im Folgenden 5 Trends vor, die Sie im Jahr 2023 erwarten.

Exkurs: Was ist ein Trend?

Bevor wir den Deep-dive wagen, wollen wir klären, was ein Trend eigentlich ist: Das Wort „Trend“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „in eine Richtung verlaufen“. Ein Trend löst eine Bewegung aus, in die Gesellschaft, Technologie oder Wirtschaft sich entwickeln – eine Gesamtheit aus Verhaltensweisen oder Entwicklungen, der Meinungsführer und Unternehmen folgen. Beispiele für Trends aus der Vergangenheit (die heute teilweise zur „neuen“ Routine zählen) sind je nach Bereich Mobile First, hybrides Arbeiten oder auch Röhrenjeans.

Aber nun zurück zum Thema PR: Wir haben die Prognosen für das Jahr 2023 analysiert und bewertet, um Sie auch in Zukunft in Sachen Pressearbeit optimal beraten und unterstützen zu können.

Trend 1: Man vs. Machine

Künstliche Intelligenz, kurz KI, ist in vielen Bereichen unseres Lebens auf dem Vormarsch – mehr oder weniger unbemerkt. Derzeit kommt KI vermehrt in der Automobilbranche, im Dienstleistungsbereich oder im Maschinenbau zum Einsatz. Es handelt sich dabei um Maschinen bzw. Programme, die menschliche Intelligenz nachahmen und dadurch einfache Aufgaben eigenständig übernehmen sollen.

In der Pressearbeit unterstützt künstliche Intelligenz derzeit unter anderem bei der Datensammlung und -analyse und ermöglicht uns damit die zeitnahe Reaktion auf aktuelle Themen. Auch der klassische Datenjournalismus kann mittlerweile von KI übernommen werden, da es hier weniger um emotionales Storytelling, sondern mehr um die nüchterne Aufbereitung von Verbraucherdaten geht. Wenn es um die zielgruppengerechte Themenfindung geht, kommt KI in der Recherche zum Einsatz. Mithilfe der gesammelten Daten können Sie sicher gehen, Ihre Zielgruppe mit den für sie interessanten Themen zu bespielen.

In Zukunft ist die Entwicklung der Bild- und Spracherkennung nicht außer Acht zu lassen. Damit sollen mühsame Aufgaben automatisiert werden, wie zum Beispiel die Verschriftlichung von Interviews oder Konferenzen, die Übersetzung von Texten in sämtliche Sprachen oder die Rund-um-die-Uhr-Betreuung von Kund:innen in Form von Chatbots. Faszinierend ist, dass eine Maschine dank Natural Language Processing Texte mittlerweile nahezu in derselben Qualität verfassen kann, wie es ein Mensch tun würde. Das soll Unternehmen in Zukunft nicht nur Zeit, sondern vor allem Kosten ersparen.

Wir halten fest: Künstliche Intelligenz ist heute nur mehr schwer aus unserem Leben wegzudenken und wird in Zukunft schlichtweg unentbehrlich sein. Machine Learning sorgt dafür, dass sich eine KI mit jedem Datensatz, mit dem sie gefüttert wird, weiterentwickelt und damit mit den Unternehmen und deren Anforderungen wächst. Künstliche Intelligenz soll in Zukunft also weiterhin eigenständig Daten sammeln, analysieren und aufbereiten, sie soll laufend Problemstellen identifizieren, Prozesse beschleunigen und dabei menschliche Fehler vermeiden – und im Zuge dessen für einen möglichst geringen Ressourcenverbrauch sorgen.

Bleiben Sie offen, für visionäre Entwicklungen, die Ihnen die ein oder andere mühsame Aufgabe abnehmen könnte – und nutzen Sie diese! Keine Sorge, die KI soll Sie nicht ersetzen, sondern Ihnen den Alltag erleichtern. Probieren Sie Testversionen von möglicherweise hilfreichen Programmen aus und implementieren Sie diese schließlich in Ihre Abläufe. Es geht darum Prozesse zu vereinfachen und die Qualität Ihrer Arbeit auf das nächste Level zu hieven! Vielleicht findet sich in unserem Produktportfolio bereits das ein oder andere Werkzeug, das Sie testen möchten. Stöbern Sie gerne durch unser Angebot.

Trend 2: Go Big in Data

Im Internet dienen Daten als Währung, mit der Nutzer:innen für Informationen, Waren etc. bezahlen. Spätestens seit dem 25. Mai 2018 ist Datenschutz für die meisten Unternehmen ein Begriff. Die Datenschutzgrundverordnung soll, wie es der Name schon erahnen lässt, den Schutz personenbezogener Daten sicherstellen. Kommen genetische, biometrische oder Gesundheitsdaten in die Hände Unbefugter, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Grundsätzlich gilt deshalb: Unternehmen, die eine klare Datenrichtlinie verfolgen und die Daten ihrer Kundinnen und Kunden dementsprechend schützen, wirken vertrauenswürdig, was sich nachhaltig auf deren Ruf auswirkt. Eines ist sicher: Eine lückenlose Datenrichtline ist eine Investition in die Zukunft, da persönlicher Datenschutz und die damit für Unternehmen verbunden rechtlichen Schranken auch in Zukunft weiterhin Thema sein werden.

Dennoch besteht in der PR – wie auch im Marketing – großes Interesse daran, Kampagnenerfolge an Kennzahlen festzumachen. Daten wie Reichweite, Klickraten oder Interaktion sind jedoch nur bedingt aussagekräftig, da sie nicht immer mit einer Conversion in Verbindung gebracht werden können. Aufschlussreicher sind zum Beispiel die Markenbekanntheit und -bevorzugung oder hochwertiger Traffic auf der Website. Doch wie kommen Sie zu diesen Erkenntnissen? Im Zuge Ihrer Pressearbeit sollten Sie nicht nur der Datengewinnung, sondern vor allem deren Analyse ein großes Augenmerk schenken. In Zukunft wird der Fokus nämlich auf der Weiterentwicklung von Tools zur Datenerfassung liegen. Diese sollen Kennzahlen nicht nur wie bisher aufzeichnen, sondern analysieren und nachverfolgen.

 

Trend 3: Content Goes Multimedia

Podcast, Video, Web, Social Media: Wer mit seiner Pressearbeit maximale Reichweite erzielen möchte, sollte sich auch in Zukunft breit aufstellen, denn digitale Medien boomen. (Presse-)Mitteilungen landen schon lange nicht mehr nur in digitalen Postfächern, sondern werden mittlerweile über sämtliche Kanäle an die Zielgruppe herangetragen. Warum? Weil sich die Internetnutzung der Zielgruppe verändert – die wachsende Bedeutung von Multimedia-Inhalten lässt sich vor allem auf die Pandemie zurückführen, wo ein Großteil von uns mehr Zeit mit Computer & Co. verbracht hat.

Die Kreation von unterschiedlichen Audio-, Text- und Videoformaten für diverse Plattformen macht es Ihnen nicht nur möglich, Ihr Zielpublikum zu erreichen, sondern vor allem dessen Nutzererfahrung zu verbessern. Vor allem Bewegtbild befindet sich seit geraumer Zeit auf dem aufsteigenden Ast – Tendenz steigend. Diese Entwicklung kann mit dem schnellen Wachstum der Kurz-Clip-Plattform TikTok, Storyformaten auf Instagram und Facebook sowie die Vermehrte Nutzung von YouTube begründet werden. Hier gehen vor allem Inhalte wie How-tos, Produkt Unboxings oder Erfahrungsberichte durch die Decke. Sie sehen: Die Relevanz von Videos ist gekommen, um zu bleiben.

Durch die wachsende Beliebtheit von Podcasts werden auch Audioinhalte zu einem beliebten Werbeformat für Unternehmen – ob für klassische Werbung, als Gastbeitrag oder gar eigenes Produkt. Kein Wunder, denn dank Podcasts kann die Zielgruppe nun wirklich immer und überall erreicht werden, da Verbraucher:innen ihre Lieblingsserien nur zu gern in ihren Alltag integrieren.

Behalten Sie in Zukunft sowohl die Medienformate als auch die unterschiedlichen Plattformen im Auge, die sich für Ihre Pressearbeit eignen. Treten Sie überall dort mit Ihrer Zielgruppe in Verbindung, wo diese sich aufhält! Es trägt zur Authentizität Ihres Unternehmens bei, wenn Sie sich auf sämtlichen Kanälen präsentieren. Ihr Publikum wird es Ihnen mit Interaktion danken. Und vergessen Sie dabei nicht, dass sich auch Journalistinnen und Journalisten auf den Plattformen unterwegs sind und auf Sie aufmerksam werden. Und in der PR lohnt es sich immer, Medienkontakte zu knüpfen.

Ach und noch etwas: Wenn es um die Produktion zielgruppengerechter Inhalte geht, führt kaum ein Weg am Influencer-Marketing vorbei. Mehr dazu lesen Sie am besten unter „Trend 5: Influencer Marketing 2.0“.

Trend 4: Diversität und Inklusion

Vielfalt und soziale Gerechtigkeit werden in Sachen PR auch in Zukunft großgeschrieben. Vor allem, was das respektvolle Miteinander anbelangt, ist das Verständnis und die Akzeptanz von Diversität ein Thema, das uns alle betrifft – sowohl im Arbeitskontext als auch im privaten Umfeld. Schlagwörter wie „Hate Speech“ oder „Shitstorm“ schaffen seit einiger Zeit große Herausforderungen für die Pressearbeit von Unternehmen.

Auch in Zukunft muss in Sachen PR zum Beispiel auf Barrierefreiheit im Netz, gendergerechte sowie inklusive Sprache, Analphabetismus oder kulturelle Unterschiede geachtet werden. Davon sind Pressefotos und Bewegtbild nicht ausgenommen, ganz zu schweigen von Farbwahl und Corporate Design. Sprechen Sie Ihre Zielgruppe angemessen an und heben Sie sich so von der Konkurrenz ab – nur damit stärken Sie die Bindung zur Zielgruppe!

Denken Sie außerdem daran, dass lediglich eine thematisch relevante PR-Kampagne Sie nicht automatisch authentisch wirken lässt. Ganz im Gegenteil – erst die konstante Kommunikation Ihrer Werte schafft Glaubwürdigkeit beim Gegenüber. Was es braucht, ist perfekt aufeinander abgestimmte Pressearbeit.

Trend 5: Influencer Marketing 2.0

Der Einfluss der Influencer ist noch lange nicht abgeklungen. Ganz im Gegenteil: Auch 2023 werden Ihnen in unzähligen Marketingmaßnahmen Influencer begegnen. Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, stößt früher oder später auf den Begriff „CGI-Influencer“. Das sind Computer Generated Imagery Influencer:innen – Avatare, denen mithilfe von Storytelling Leben eingehaucht wird. Diese werden mittlerweile von weltweit bekannten Unternehmen zu Marketingzwecken gebucht.

Makro-Influencer:innen müssen sich die Bühne in Zukunft mit Mikro-Influencer:innen teilen. Letztere verzeichnen zwar lediglich eine überschaubare Anhängerschaft, genießen jedoch einen vergleichbar engen Kontakt mit ihrer Community, der schlussendlich den Unternehmen zugutekommt. Vor allem wenn es um die Erschließung von Nischen geht, sind Mikro-Influencer:innen beliebt.

Setzen Sie in der Kommunikation auf YouTuber:innen und TikToker:innen, die zu Ihrer Marke passen und die Ihre Werte auch ohne starke Einschränkungen in Form von punktgenauen Briefings verkörpern können – Authentizität ist hier das Stichwort!

Fazit

Das Jahr 2023 bietet wieder einige Möglichkeiten, die Qualität Ihrer Pressearbeit auf das nächste Level zu hieven. Neben bereits bekannten Trends, wie Influencer Marketing und die Content-Erstellung für diverse Medienplattformen, sorgen auch die Weiterentwicklung von Programmen zur Datenanalyse und der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der PR für unzählige Chancen zum Fortschritt.

Sie haben Fragen zu den genannten Trends, brauchen Unterstützung bei der Pressearbeit oder wollen uns schlichtweg kennenlernen? Kontaktieren Sie uns!

Susan Herrmann

Über die Autorin

Susan Herrmann ist Online Marketing Managerin bei der UNN und hat bereits viele Jahre Erfahrung mit Content- und Webseitenerstellung, ist sehr Grafik- und Design-affin und orientiert sich immer nach den neuesten Online-Marketing-Trends.

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Online Marketing Managerin

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